Glossar

ISCED

Die Internationale Standardklassifikation im Bildungswesen (ISCED) erleichtert den Vergleich von statistischen Angaben oder Bildungsgängen. Sie bieten einen Rahmen, in denen u.a. die Niveaus verschiedener Ausbildungen in bestimmten Kategorien eingestuft werden.
Durch die Anführung eines ISCED-Niveaus vom Kindergarten bis zur Universität kann auch in anderen Ländern rascher und besser erkannt werden, zu welchem Ausbildungsniveau ein Bildungsgang führt. Das kann für die Anrechnung oder Anerkennung von Ausbildungen oder auch für die Auswahl einer Partnerschule hilfreich sein.
Das adaptierte System ISCED2011 hat für Österreich eine erfreuliche und weitreichende Änderung in der Darstellung der berufsbildenden höheren Schulen gebracht: Laut den neuen Kriterien entsprechen nunmehr der 4. und 5. Jahrgang der berufsbildenden höheren Schule der Stufe 5 (bisher Stufe 4); diese Stufe 5 wird als short cycle tertiary education bezeichnet. Stufe 5 ist für sämtliche postsekundäre Abschlüsse konzipiert, die den Absolvent/innen professionelles Wissen, Fertigkeiten und Kompetenzen typischerweise praxisorientiert vermitteln. Besonderes Charakteristikum ist die berufsspezifische Ausrichtung. Solche Programme können auch als erster Teil eines Bachelor Programmes definiert sein. Damit stehen Kompetenzen, die an berufsbildenden höheren Schulen erworben wurden, in direktem Vergleich mit akademischen Angeboten (z.B. einem short cycle degree in UK), was zu Erleichterungen bei der Durchlässigkeit und Mobilität führt.
ISCED 304 (1): Berufsschulen, Berufsbildende mittlere Schulen (Fachschulen)
ISCED 550: Berufsbildende höhere Schulen
ISCED 550: Aufbaulehrgänge, Schulen für Berufstätige
ISCED 550: Kollegs, Akademien, Meisterschulen, Werkmeisterschulen
(1) Die zweite und dritte Stelle des ISCED Codes geben die inhaltliche Ausrichtung in Kategorien (u.a. Berufsbildung, Allgemeinbildung) an.