Lehrer/innenbildung


Die Ausbildung der Lehrer/innen an berufsbildenden Schulen ist sehr unterschiedlich. Es gibt, stark vereinfacht, drei grundlegende Arten von Lehrer/innen an berufsbildenden Schulen:

  • Lehrpersonen allgemein bildender Unterrichtsgegenstände – Lehramtsausbildung Sekundarstufe Allgemeinbildung
  • Lehrpersonen fachtheoretischer Unterrichtsgegenstände – Lehramtsausbildung Sekundarstufe Berufsbildung
  • Lehrpersonen fachpraktischer Unterrichtsgegenstände – Lehramtsausbildung Sekundarstufe Berufsbildung

Darüber hinaus deckt die Lehramtsausbildung Sekundarstufe Berufsbildung für die Lehrpersonen an Berufsschulen sowohl die allgemein bildenden Unterrichtsgegenstände als auch die der Fachtheorie und Fachpraxis ab.


Lehrpersonen allgemein bildender Unterrichtsgegenstände an BMHS

Das Lehramtsstudium (Bachelor- und Masterstudium) für diese Lehrpersonen wird im Rahmen der Studien der Sekundarstufe Allgemeinbildung in Kooperation der Pädagogischen Hochschulen mit den Universitäten durchgeführt. Bei Eintritt in den Schuldienst ist eine einjährige Induktionsphase vorgesehen.

Lehrpersonen fachtheoretischer Unterrichtsgegenstände an BMHS

Die Lehrpersonen verfügen vor Antritt in den Schuldienst über eine universitäre Fachausbildung sowie eine mehrjährige facheinschlägige Berufspraxis in der Wirtschaft. Berufsbegleitend zum Unterricht an der Schule absolvieren sie in den ersten Jahren das Bachelorstudium „Facheinschlägige Studien ergänzende Studien“.

Um kaufmännische Gegenstände unterrichten zu dürfen, benötigt eine Lehrperson das Studium der Wirtschaftspädagogik. Dieses ist polyvalent strukturiert, was bedeutet, dass die Studierenden nach Abschluss ihrer Ausbildung sowohl für Lehrtätigkeiten als auch für verschiedenste Aufgabenfelder in der betrieblichen Praxis qualifiziert sind. In Österreich kann das Studium der Wirtschaftspädagogik derzeit an vier Universitäten belegt werden. Als Voraussetzung für die Ausübung der Unterrichtstätigkeit gelten der Abschluss des Wirtschaftspädagogik-Studiums (Diplom- oder Masterstudium) sowie eine mindestens zweijährige, einschlägige Berufspraxis nach Abschluss eines wirtschaftlichen Studiums.

Lehrpersonen fachpraktischer Unterrichtsgegenstände an BMHS

Diese Lehrpersonen verfügen über eine facheinschlägige Berufsausbildung sowie eine mehrjährige Berufspraxis in der Wirtschaft. Berufsbegleitend zum Unterricht an der Schule absolvieren sie in den ersten Jahren das Bachelorstudium „Duale Berufsausbildung sowie Technik und Gewerbe“.

Lehrpersonen an Berufsschulen

Die Lehrpersonen an Berufsschulen verfügen über facheinschlägige Berufsausbildung sowie eine mehrjährige Berufspraxis und absolvieren ihre Lehramtsausbildung an den Pädagogischen Hochschulen für folgende Fächerbündel:

  • Allgemein bildende und betriebswirtschaftliche Unterrichtsgegenstände
  • Fachtheoretische Unterrichtsgegenstände
  • Fachpraktische Unterrichtsgegenstände

Sie absolvieren in den ersten Dienstjahren berufsbegleitend zum Unterricht an der Schule das Bachelorstudium „Duale Berufsausbildung sowie Technik und Gewerbe“.

Dass alle Unterrichtende an berufsbildenden Schulen – mit Ausnahme der Lehrpersonen allgemein bildender Unterrichtsgegenstände – vor Eintritt in den Schuldienst eine mehrjährige facheinschlägige Berufspraxis in der Wirtschaft zu absolvieren haben, zeigt, dass der Praxisbezug ein zentrales Element des berufsbildenden Schulwesens ist.


Pädagogische Hochschulen

Pädagogische Hochschulen (PH) sind tertiäre Bildungseinrichtungen zur Aus-, Fort- und Weiterbildung von Lehrkräften.

Die PH bieten Lehramtsstudien für die Primarstufe (Volksschule), für die Sekundarstufe (Allgemeinbildung) und für die Sekundarstufe (Berufsbildung) an und ermöglichen Quereinsteigerinnen und Quereinsteigern ein Lehramt zu erlangen. In der Sekundarstufe Allgemeinbildung tun sie das im Verbund (beziehungsweise Cluster) mit den öffentlichen Universitäten.

Darüber hinaus gibt es eine eigene Hochschule für Agrar- und Umweltpolitik sowie private Pädagogische Hochschulen der Kirche.

PädagogInnenbildung NEU

Übersicht über die Pädagogischen Hochschulen