Bundessportakademien


1948_Sport_Schwimmerin

Die österreichischen Bundessportakademien (BSPA) haben die Aufgabe eine qualitativ hochwertige Anleitungskompetenz für Personen, die im Sport- und Bewegungsbereich (Leistungssport, Freizeitsport und Gesundheitssport) tätig sein wollen, zu vermitteln.

Haupteinsatzgebiete und Arbeitsfelder der Absolventinnen und Absolventen der BSPA sind der organisierte Sport (Dach- und Fachverbände), aber auch andere sport- und bewegungsfördernde Einrichtungen.

Als mittlere Schule der Lehrer- und Erzieherbildung können die Bundessportakademien auch jenen Personen eine Ausbildung im Bereich Sport, Spiel und Bewegung anbieten, die nicht die Voraussetzungen für den Hochschulbereich erbringen.

Die allgemeinen Aufnahmevoraussetzungen sind die erfolgreiche Erfüllung der ersten acht Jahre der allgemeinen Schulpflicht sowie die erfolgreiche Ablegung einer Eignungsprüfung. Zum Abschlusszeitpunkt einer Instruktoren-, Lehrer- oder Trainerausbildung muss die Teilnehmerin/der Teilnehmer zumindest das 17. Lebensjahr vollendet haben.


Diplomsportlehrerausbildung

Die österreichische Diplomsportlehrerausbildung vermittelt in 6 Semestern in umfassender Weise sporttheoretische, sportmethodische und sportpraktische Inhalte. Die wichtigsten Unterrichtsgegenstände kommen aus den Bereichen der Trainingslehre, Biomechanik, Bewegungslehre, Pädagogik und dem Sportmanagement. Interessenten und Interessentinnen ermöglicht die Sportlehrerausbildung die Absolvierung der Berufsreifeprüfung.

Die Ausbildung zur Sportlehrerin/zum Sportlehrer qualifiziert die TeilnehmerInnen unter anderem für ihre Tätigkeit als Lehrerin/Lehrer für das Unterrichtsfach Bewegung und Sport in der Pflichtschule, als Sportlehrerin/Sportlehrer in Verbänden, Vereinen, Gemeinden und Betrieben, als Mitarbeiterin und als Mitarbeiter in sportmedizinischen Betreuungszentren, als GesundheitsberaterIn, WellnesstrainerIn und SportmasseurIn.


Instruktoren und Trainerausbildungen

Die Instruktorenausbildung ist die Grundstufe der staatlichen Ausbildungen für Betreuerinnen und Betreuer im Sport. Zielgruppe der Instruktorenausbildung sind Personen, die für einen der ca. 63 Sportfach- und Sportdachverbänden sowie Sportvereinen Sportgruppen betreuen wollen. Zusätzlich ist diese Ausbildungsstufe für Lehrende im Sport und Bewegungsbereich vorgesehen, die sich in einer Sportart vertiefte Kenntnisse und Fähigkeiten aneignen und diese auch weitervermitteln wollen. Nach erfolgter Eignungsprüfung, werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in einer ca. 150-stündigen Ausbildung in Kursform befähigt, Personen für das Training im Nachwuchs- und Breitensport vorzubereiten.

Voraussetzung um in die Trainerausbildung einsteigen zu können, stellt der positive Abschluss einer Instruktorenausbildung in der jeweiligen Sportart dar. Zielgruppe der Trainerausbildung sind Personen (zukünftige Vereinstrainer, Verbandstrainer, Kadertrainer) die befähigt werden, Leistungssportler im Grundlagen-, Aufbau-, und Hochleistungstraining zu unterweisen.

Die Trainerausbildung wird in Zusammenarbeit mit erfahrenen Trainerinnen und Trainern des Fachverbandes sowie relevanten Institutionen des österreichischen Sports (Universitäten, IMSB, Bundesnetzwerk Sportpsychologie [ÖBS], NADA,…) durchgeführt.


Lehrerausbildungen

Staatliche sportartspezifische Lehrerinnen- und Lehrerausbildungen haben in Österreich eine lange Tradition (Tennis, Skilehrer, Berg- und Skiführer, Reiten,…).

Lehrer in einer Sportart sind qualifizierte Expertinnen und Experten, die dazu befähigt werden, ihre Trainings- und Unterrichtsleistung am freien Markt, schwerpunktmäßig im Tourismussektor, anzubieten. Das Arbeitsgebiet von sportartspezifischen Lehrerinnen und Lehrern ist die Unterrichtserteilung in der Sportart, um das aktuelle Können der Kundin / des Kunden zu verbessern, jedoch zumeist nicht in einen längerfristigen Aufbau- und Betreuungsprozess eingebettet.


Nützliche Links

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