6/8/2022

Kaufmännische Schulen

In den Handelsakademien und Handelsschulen erhalten Schülerinnen und Schüler eine kaufmännischen Ausbildung für sämtliche Bereiche der Wirtschaft und Verwaltung - ergänzt durch volkswirtschaftliche, sprachliche, rechtliche und IT-Kenntnisse. Das ist eine optimale Vorbereitung für das Berufsleben und Voraussetzung zur Selbständigkeit.

Handelsakademien (5 Jahre)

Die Handelsakademie vermittelt eine umfassende Allgemeinbildung und eine höhere kaufmännische Bildung zur Ausübung von gehobenen Berufen in allen Zweigen der Wirtschaft und Verwaltung. Nach Ablegung der Reife- und Diplomprüfung kann auch an Kollegs, Fachhochschulen und Universitäten studiert werden.

Handelsschulen (3 Jahre)

Die Handelsschule wird mit einer Abschlussprüfung beendet und vermittelt auch allgemeine und kaufmännische Bildung, dem Start ins Berufsleben steht nichts im Wege. Wenn nach der Handelsschule (oder später einmal) die Matura abgelegt werden soll, vietet sich ein  Aufbaulehrgang oder eine HAK für Berufstätige an.

Außerdem gibt es die Möglichkeit, die Studienberechtigungsprüfung (nur für ein bestimmtes Fachgebiet) oder die Berufsreifeprüfung (ohne Einschränkung) abzulegen; damit kann an einer Uni, Fachhochschule oder Kolleg studiert werden.

Unterrichtsfächer in HAK und HAS

Neben den allgemein bildenden Unterrichtsgegenständen wie Deutsch, Mathematik, Geschichte, Biologie usw. werden in der HAK mindestens zwei lebende Fremdsprachen, in der HAS eine (fast immer Englisch) gelernt. Und die kaufmännischen berufsbildenden Fächer sind z.B. Betriebswirtschaft, Rechnungswesen, Wirtschaftsinformatik. Die praktische Ausbildung dazu findet in der Übungsfirma statt. In der 3. Klasse der HAS und im 4. Jahrgang der HAK ist ein halber Tag pro Woche für die Arbeit in der Übungsfirma vorgesehen. Hier wird wie in einer richtigen Firma gearbeitet, alle Geschäftsabläufe werden durchgeführt. So haben Schülerinnen und Schüler  Gelegenheit, die Realität eines Unternehmens zu erleben: Von der Buchhaltung bis zur Kommunikation mit ausländischen Partnern wird alles erledigt. Und bei der Abschlussprüfung in der HAS bzw. bei der Reife- und Diplomprüfung in der HAK wird das erworbene Wissen präsentiert. Zeitgemäße, praxisnahe Unterrichtsformen bereiten auf die sich durch die Digitalisierung veränderte Arbeitswelt bestens vor.

Das Pflichtpraktikum in einem Unternehmen oder einer Organisation dient der Ergänzung und Vertiefung der in den Unterrichtsgegenständen erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten und ist sowohl in der Handelsakademie als auch in der Handelsschule zu absolvieren.

Spezialformen der Handelsakademie
  • Handelsakademie und das Kolleg für Digital Business (DigbizHAK)
  • Handelsakademie für Kommunikation und Medieninformatik (MedienHAK)
  • Handelsakademie für Wirtschaft und Recht (JusHAK)
  • Handelsakademie für European and International Business (EuropaHAK)
  • Handelsakademie für Industrial Business (Industrial Business HAK)
  • Handelsakademie für Hochleistungssportler/innen
  • Handelsakademie für Führung und Sicherheit
  • Handelsakademie mit Zusatzausbildung landwirtschaftliche Fachschule

Kollegs und Kollegs für Berufstätige